|
Nachdem ich 20 Jahre "meinen" Deerhound gesucht hatte, fand ich in Ch. Miss Marple of the Scottish Highlands wenigstens die zukünftige Mutter meines "Esels". Nun musste noch Edith Lauper davon überzeugt werden, dass mit Marple auch ein Wurf gemacht wird. Am 11.03.1996 erblickte dann meine Dearbhail das Licht der Welt und ich wurde stolze Besitzerin eines Deerhounds. Am Anfang erhielt Edith unzählige Anrufe meinerseits, in denen ich verzweifelt um Hilfe nachsuchte. Denn obwohl in den Büchern überall geschrieben steht: "Der Deerhound ist ruhig und über alles erhaben", schäumte mein Grautier vor Temperament nur so über. Ich wollte ja nichts falsch machen und konnte Dearbhail kaum bändigen. Wie froh war ich, als sie älter wurde (ich schreibe absichtlich nicht vernünftiger, denn auf diesen Moment warte ich immer noch!) und man das Renntraining mit ihr beginnen konnte. Wie gross war die Freude, als sie gleich auf Anhieb dem Häsi nachlief und ihre 1. Runde absolvierte. Leider wurde sie mit 14 Monaten von einem Rüden bei einem Schaulauf ganz böse gerempelt, was sich auf ihre zukünftige Rennkarriere nachhaltig auswirkte.
Bild des Vaters:

|
|
Doch bei Coursings zeigt sie, dass sie neben der Rennleidenschaft auch noch Geschwindigkeit und Wendigkeit besitzt. Unzählige Siege darf sie in ihrem Rennpass aufführen. An Ausstellungen wird ihr ihre Figur immer wieder zum Verhängnis, hat sie sich doch leider die zweibeinigen Models als Vorbild genommen und beschlossen, kein Gramm zuzulegen, egal was ich ihr füttere! Trotzdem konnte sie tolle Erfolge verzeichnen und schaffte es im Jahr 2000 die Anwartschaften für den Schweizer- und den VDH-Champion zu beenden.
Ihr einmaliges Wesen ist weit herum bekannt, sie liebt einfach alles: seien es Zwei- oder Vierbeiner. Sie spielt noch heute wie ein junger Hund, tobt mit ihrem Nachwuchs und den zwei Whippets im Haus und Garten herum und bringt mich manchmal zur Verzweiflung, wenn sie bei Spaziergängen ihre Runden immer weiter ausdehnt. Sie ist die Königin bei mir Zuhause (meint sie jedenfalls), thront auf dem Sofa oder in meinem Bett und geniesst es, wenn sie mir beim Abwaschen helfen darf (sie spült die Teller vor).
Bild der Mutter:

|